da so macht


Ein seltsamer Titel –  aber das erste Semester in meinem Masterstudium war auch ein sehr seltsames.

Diese szenografische Installation im Rahmen einer Podest-Ausstellung an der FH Dortmund war sicherlich fast schon Zufall – angestauter Semesterfrust, schlechte Gruppenarbeit und immer mehr Steine im Weg. Wir Studierende haben unseren Frust und unsere kreative, unbefriedigte Schaffenslust in letzter Sekunde zum Semesterende in einen Akt der Zerstörung und gleichzeitig der Befreiung umgewandelt.

Unbenutzbare Interviewkopien wanderten zu tausenden in den Schredder, lesbare, aber auch wieder nicht lesbare Zettel an der Wand, unzusammenhängende und abgesperrte Leseeinladungen vom Boden bis zur Decke. Eigentlich haben wir aus einer negativen Erfahrung ein rundum positives Erlebnis gemacht – ein Bällebad aus Schnipseln. Bis zu den Knien. Und das für Erwachsene.

Die Inszenierung selbst war unser persönlicher Kommentar, das Geschriebene bildeten persönliche Inhalte von Mitarbeitern und Dozenten des Fachbereichs Design zum Thema Studium.

Eine wirkliche Erklärung wollten wir vor Ort übrigens nicht geben. Der einzige Hinweis auf den Titel der Inszenierung war ein halber Schredderschnipsel, auf dem stand „da so macht“, was reiner Zufall war, aber unser Projekt ganz gut zusammenfasste.

Hier ein Artikel von derweissraum.de zu unserer Veranstaltung.

 

Danke an Karen Dierks für das Panoramafoto.

 

Projektmitarbeit: Karen Dierks, Miriam Everaers, Vanessa Inckemann, Martina Suchanek, Kathrin Knospe, Lena Schormann, Anja Klusmeier, Franz Thöricht, Alisa Mozigemba, Katy Brinkhaus, Lili Yang und Julian Graf